Gefangen in der Akkordeonhölle...

Diesen Samstag war nicht mein Tag. Aber Ok, ich muß aber auch sagen, dieser Samstag war mal was.....anderes.
Wir waren  zu einem 60er Geburtstag eingeladen. Und zu einem besonderen sozusagen. Man traf sich am Samstag um 14 Uhr am Bahnhof, wurde dort von einem Reisebus aufgelesen und dann nach Österreich gefahren, direkt zur Talstation der Seilbahn zum Berg Karren.

In zwei Gruppen entern wir die Seilbahn und werden in knapp 5 Minuten auf knapp 1000m hinaufbefördert. Oben erwartet uns ein Männertrio die mit Kontrabass, Gitarre und Akkordeon den Stehempfang musikalisch untermalen.
Nach ausgiebigem bewundern des Panoramas, auf dem nach aussen gebauten, verglastem Selfiepoint und einem Nichtalkoholischen sowie einem Sekt als Begrüßungstrunk, wenden wir uns zum Restaurant und beziehen unsere Plätze für die nächsten 8 Stunden.

Man soll es nicht glauben, aber wenn ein musikalischer Mensch Geburtstag hat, dann lassen es sich seine ebenso musikalischen Freunde nicht nehmen, ihre Kunst ihm anzugedeihen. Und uns natürlich auch. Da das Geburtstagskind sogar in die höchsten Akkordeonkreise Kontakte hat, sind sogar sie vor Ort. Wir dürfen den Harmonika Weltmeister Rene Kogler genießen.
Dieser hat seine Freundin dabei ( das Duo nennt sich dann Schwarz und Weiß) sowie seine Mama Ingrid und einen Bassisten - ergo Ingrid und die Steirerboys. 3 tolle Acts, die ihr Repertoir neben dem Aperitif zum besten geben.
Zwischenzeitlich dürfen wir Ruhe genießen, soweit das bei 60 Gästen möglich ist, spazieren gehen und weiter das absolut tolle Panorama genießen. In der Ferne liegt der Bodensee und über Lindau schweben 2 Zeppeline - ein tolles Schauspiel.
Das Essen im Restaurant ist wirklich sehr gut. Die Getränke sind lecker und so ist es kein Problem sich die immer wieder auftretenden Musikensembles sich schön zu sauf.... ok.

Nach dem Hauptgang zieht sich der Himmel vom Westen her zu, gibt aber einen spektakulären Sonnenuntergang zum besten.
Als sich dann zum Dessert auch vom Osten die Wolken zu einem Stelldichein über den Bodensee treffen, sieht man in der Ferne den Regen auf die Uferregion und den See prasseln. Meine Befürchtung, daß wir auch noch was abkriegen, trifft so gegen 22 Uhr zu. Starker Regen und Windböen treffen das Panoramarestaurant. Ist stabil gebaut, stört uns nicht.
Eher schlimm ist, daß die Seilbahn bei so einem Wetter nicht fährt. Nicht Geburtstagsgäste warten in der Wartezone auf die nächste Seilbahn. Laut Restaurantleitung ist es ungewiss, ob es heute noch was wird. Sollte in 2 Stunden das Wetter nicht besser sein, würde ein Bus kommen und die Leute und uns dann ins Tal bringen. Die "Straße" zum Restaurant habe ich von der Seilbahn aus gesehen. Ich würde eher mit einer Enduro fahren, als mit einem Bus oder Sprinter...
Auch wollten wir in 2 Stunden schon wieder längst zu Hause sein...so wird die Zeit weiter mit Getränken (sehr lecker und gehaltvoll) und Akkordeonmusik überbrückt. Nach jedem Bier klingt die Musik immer besser. Und man muß sagen, der Junge und seine Freundin haben es drauf...auch merkt man bei Ihm den ein oder anderen Fehler, aber bei dem Konsum von ihm ist es erstaunlich, daß er überhaupt ganze Stücke zusammenbringt...

Kurz von 24 Uhr lässt das Wetter nach und es wird in einer Windpause zum Aufbruch geblasen. Ruckzuck sind in 2 Gruppen die Gäste ins Tal gebracht und man macht es sich im Bus gemütlich. Die Stunde Fahrt wird mit einem Powernapp überbrückt. Gegen halb zwei sind wir wieder zu Hause, verabschieden uns herzlich vom Jubilar und edlem Spender und gehen zu Fuß die 500 m nach Hause. Die frische Luft tut gut...denke ich zumindest. Kurz zuhause das Bier noch loswerden, dann ab ins Bett und ab da ist....Blackout.
Sonntag um 12 Uhr geht das Leben dann wieder weiter.

Übrigens noch 4 Tage bis zum KLR Treffen...

In diesem Sinne...

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